Sepsis-Diagnostik durch Imaging Spectrometer zur schnellen vor-Ort-Analytik: Der Verbund "ImSpec"

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Bisherige Ansätze zur Schnelldiagnostik der Sepsis waren vor allem auf PCR (polymerase chain reaction, eine DNA- Amplifikationsmethode) konzentriert. Die molekularbiologische Diagnostik verspricht derzeit die höchsten Erfolgswahrscheinlichkeiten, kann aber nicht umfassend in allen Punkten überzeugen. Im vorliegenden Ansatz wird mittels Microarray-Ansätzen gearbeitet, deren einzelne Messpunkte mittels optischer Methoden parallel ausgelesen werden. Bisher wurden auf der lokalisierten Oberflächen-Plasmonenresonanz (LSPR) beruhende Bioassays in Laboraufbauten und mittels serieller Einzelmessungen durchgeführt, die zumeist aufwändige Mikroskope und Spektrometer mit Kosten im zwei- bis dreistelligen Tausend-EURO-Bereich erfordern. Vor-Ort Anwendungen verlangen nach robusten und preiswerten Systemen für eine parallele Bioanalytik. Dies wird im Projekt mittels eines neuartigen kompakten Kamera-Interferometeraufbaus realisiert, der ohne zusätzliches Mikroskop arbeitet und als Grundlage für die Entwicklung eines entsprechenden bildgebenden Spektrometer-Moduls zur breiten Anwendung dient. Im Rahmen des Projektes wird ein Demonstrator mit allen benötigten Komponenten aufgebaut, der in Kombination mit dem zu entwickelnden molekularbiologischen Assay zum Nachweis von Sepsis-erregenden Pilzen zu einem Testsystem für die Sepsis-Diagnostik führen soll. Der molekularbiologische Test soll markerfrei mittels optischer Messungen an metallischen Nanopartikeln erfolgen.

Verbundname: Imaging Spectrometer zur parallelen Auslesung eines ultra-sensitiven plasmonischen Microarrays zur vor-Ort-Analytik von DNA/RNA
 
Stichworte:
 
Förderphase: Ultrasensitiver Nachweis und Manipulation von Zellen bzw. Geweben und ihren Molekularen Bestandteilen
 
Laufzeit: 07.13-06.16
 
Verbundpartner:
 
Verbundkoordinator:
 

Projektsteckbrief

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