Frühzeitige Diagnose von Tauopathien wie dem Morbus Alzheimer an der Riechschleimhaut durch Nachweis von Tau-Proteinaggregaten: Der Verbund "Screen4Tau"

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Sogenannte Tauopathien – als prominentestes Beispiel der Morbus Alzheimer – manifestieren sich letztlich auf zellulärer Ebene durch Ablagerungen neurotoxisch wirkender Aggregate des Tau-Proteins. Solche Proteinaggregate wurden bei Alzheimer Patienten nicht nur in unterschiedlichen Hirnregionen, sondern auch an der Riechschleimhaut nachgewiesen, die ebenfalls zum Zentralnervensystem gehört. Ziel des Screen4Tau Projektes sind die Grundlagen eines endoskopischen Verfahrens zur frühzeitigen, spezifischen Detektion solcher Ablagerungen an der Riechschleimhaut. Dieses Verfahren ermöglicht im Erfolgsfalle ein der breiten Bevölkerung zugängliches Screening für Tauopathien. Letzteres ist zunächst eine wichtige Voraussetzung für einen möglichst frühzeitigen Therapiebeginn. Darüber hinaus besteht nur durch die frühe Detektion dieser Veränderungen eine Chance, die Wirksamkeit neuer Therapien zu evaluieren, welche die Vermeidung von irreversiblen Schäden an Nervenzellen zum Ziel haben. Letzteres ermöglicht nicht nur die längerfristige Anhebung der Lebensqualität von Alzheimer Patienten. Es werden vielmehr auch die Kosten für Behandlung und Pflege dieser Patienten reduziert.

Verbundname: Fluoreszenzendomikroskopisches Screening und Therapie-monitoring des Morbus Alzheimer und anderer Tauopathien an der Riechschleimhaut
 
Stichworte:
 
Förderphase: Ultrasensitiver Nachweis und Manipulation von Zellen bzw. Geweben und ihren Molekularen Bestandteilen
 
Laufzeit: 05.13-04.16
 
Verbundpartner:
 
Verbundkoordinator:
 

Projektsteckbrief

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