Mesoskopische Bildgebung im lebenden Gewebe – der Blick in die Tiefe: Der Verbund "Tech2See"

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Aktuell ist im Bereich der biomedizinischen Forschung eine steigende Nachfrage für bildgebende Systeme mit ausreichend hoher Auflösung auch in tieferen Schichten lebender Systeme zu verzeichnen. Allgemeines Ziel ist es, ein umfassenderes Verständnis der funktionellen biologischen Zusammenhänge zu generieren. Die optische Fluoreszenzmikroskopie hat dank ihrer einzigartigen Spezifität und Sensitivität bereits völlig neue Einblicke in biologische Vorgänge in Zellen ermöglicht. Die herkömmliche Fluoreszenzbildgebung leidet in tieferen Schichten jedoch zunehmend unter der erheblichen Lichtstreuung wie sie typischerweise in biologischen Geweben auftritt. Aufgrund dessen können bislang lediglich einzelne semitransparente Modellsysteme wie z.B. wenige Tage alte Fische oder Würmer untersucht werden. Zur Aufklärung komplexer Abläufe in der Entwicklungsbiologie ist es jedoch von immenser Bedeutung, neue technologische Möglichkeiten zu schaffen, um auch ältere Entwicklungsstadien untersuchen zu können. Tiefere Gewebestudien erzwingen heute noch Techniken wie den Einsatz von implantierten Sichtfenstern in Mäusen. Selbst diese das System verändernde Methoden ermöglichen lediglich eine optische Bildgebung in Gewebstiefen von wenigen hundert Mikrometern. Im Rahmen des Verbunds Tech2See wird dank der neuen und innovativen mesoskopischen Bildgebung die Visualisierung auf molekularer und zellulärer Ebene in tieferen Gewebsschichten lebender Organismen möglich und so die Grundlage zur Erforschung komplexer biologischer Prozesse geschaffen.

Verbundname: Neue Hybridtechnologie zur Generierung neuen Wissens auf molekularer und zellulärer Ebene
 
Stichworte:
 
Förderphase: Ultrasensitiver Nachweis und Manipulation von Zellen bzw. Geweben und ihren Molekularen Bestandteilen
 
Laufzeit: 03.13-02.16
 
Verbundpartner:
 
Verbundkoordinator:
 

Projektsteckbrief

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